PrüfungskompetenzIdealerweise läuft es ja so: Man bereitet sich auf eine Prüfung vor. Dann sitzt man in der Prüfung, ruft alles ab, was man gelernt hat und schreibt es hin.

Dieses Idealbild gibt es in der Realität leider nicht immer…

Hier sind einige Tipps und Tricks, die das Ganze schon ein bisschen leichter werden lassen!

  • Prüfungen sind Ausnahmesituationen. Oft hilft es schon, sich klar zu machen, dass eine gesunde Furcht vor dieser Situation sehr hilfreich ist: Man mobilisiert seine Reserven und ist durch die Anspannung ganz konzentriert und hellwach. Ganz ohne Furcht wäre man vielleicht nicht so konzentriert und sicher nicht so leistungsfähig.
    Also: Anspannung aushalten und daran denken, dass die Leistungsfähigkeit dadurch gesteigert wird!
  • Voraussetzung für das Bestehen einer Prüfung ist eine gute Vorbereitung. Im Vorfeld ist es hilfreich sich zu überlegen, wo die eigenen Schwachpunkte sind: Weiß ich, was geprüft wird? Habe ich einen Plan? Wie sieht meine zeitliche Organisation aus? Brauche ich Mut zur Lücke und weiß ich, welche Lücken unbedingt noch geschlossen werden müssen? Vertraue ich in mein Können?
  • Bei Besorgnis und Mutlosigkeit mit den eigenen Gedanken und Gefühlen auseinandersetzen. Verdrängen hilft nicht weiter. Besser ist es, sich über die Gedanken klar zu werden und sich ihnen zu stellen. Wenn man den Ängsten einen Namen gibt und sie sich ganz genau anschaut, dann werden sie immer kleiner! Es ist enorm hilfreich, wenn man sich ein paar Minuten vor einer Prüfung hinsetzt und alle Ängste aufschreibt. Durch das Aufschreiben verlieren sie ihre Schrecklichkeit. Dann kann man den Zettel samt Ängsten wegpacken und ist gewappnet für die Prüfung.
  • Blackout während der Prüfung – was tun? Hier sind ganz konkrete Tipps:
    1. Ruhe bewahren. Ein Blackout dauert nur ein paar Minuten, dann geht er wieder vorüber. Je ruhiger man versucht zu sein, desto schneller vergeht er.
    2. Tief atmen. Bewusst tief ein- und ausatmen, das hilft für einen ruhigen Geist.
    3. Beide Füße fest auf den Boden stellen. Nicht die Beine überschlagen oder nur mit den Zehenspitzen den Boden berühren. Erden hilft und beruhigt.
    4. Die Schläfen sanft massieren und die Stirn in die Hand legen, das aktiviert den Frontallappen des Gehirns. Dann funktioniert das Denken wieder.
  • Zuversicht und Selbstvertrauen lassen sich trainieren. In Schule und Uni herrscht eine Fehlerkultur. Das Augenmerk wird auf das gelegt, was man (noch) nicht kann. Für Prüfungen ist es jedoch wichtig, konsequent Zuversicht aufzubauen. Das gelingt mit einem inneren Reporter, der innerlich positive Kommentare abgibt. Alles Gelernte, das ganze Können steht zur Verfügung, wenn man an sich glaubt!

Weitere Puzzlesteine des Lernerfolgspuzzles gibt es hier.