Jeder Mensch ist einzigartig. Jeder Mensch hat seinen eigenen, individuellen Lernstil. Wenn man jemanden beim Lernen unterstützen möchte, ist es jedoch hilfreich, Menschen auch mal in Schubladen zu stecken. Wichtig ist dabei sich daran zu erinnern, dass es nur eine Schublade ist! Eine Kategorisierung kann niemals den ganzen Menschen erfassen und jeder Mensch trägt auch Anteile der anderen Schubladen in sich.

In diesem Sinn können unterschiedliche Lerntypen unterschieden werden. Im Lerncoaching hat sich die Unterscheidung nach folgenden Typen bewährt:

Visuell

Auditiv

Emotionale Bewegungslerner (Kinästheten)

Kommunikativ

Streng genommen sind das keine „Typen“, sondern eher bevorzugte Lernkanäle oder „Lernpräferenzen“. Im Laufe unseres Lebens können sich diese Präferenzen auch verschieben, bzw. wir lernen, sehr erfolgreich auch andere Lernkanäle für uns zu nutzen. Je mehr Sinne beim Lernen aktiv sind, desto leichter und nachhaltiger lernen wir.

Je nach Lernstoff wird man verschiedene Sinneskanäle wählen. Beim Vokabellernen brauchen wir z. B. die Augen für das Schriftbild und die Ohren für die Aussprache.

Wenn man sich mit Lerntypen beschäftigt, gibt es daher zwei Ziele:

  • Das Kennenlernen und die optimale Nutzung der Stärken des dominanten Lerntyps.
  • Die Weiterentwicklung der anderen Lerntypen, um das Lernen auf mehrere Säulen zu verteilen, damit man sich jeden Lernstoff gut merken kann.

Sie möchten Ihren eigenen Lerntyp kennenlernen? Ein Coach kann einen Test mit Ihnen machen und die Ergebnisse erklären. Bitte schön, hier entlang:

Anmeldung zum Lerncoaching

 

Andere Typologien

Nachdem die oben erwähnten Lerntypen ja nur Modelle sind, ist es möglich, das Lernverhalten auch anders zu kategorisieren.

Hilfreich ist z. B. auch das „Herrmann Dominanz Modell“ (Herrmann Brain Dominance Instrument, HBDI)

  • Rationales Ich (begriffliches Denken, analytisch, logisch, leistungsorientiert, kritisch)
  • Sicherheitsbedürftiges Ich (kontrolliert, praktisch, sorgfältig, organisiert, zuverlässig)
  • Fühlendes Ich (zwischenmenschlich, emotional, mitteilsam, hilfsbereit, expressiv)
  • Experimentelles Ich (bildhaftes Denken, intuitiv, kreativ, konzeptionell, risikofreudig)

Oder das Modell nach David Kolb:

  • Divergierer (bevorzugen konkrete Erfahrung und reflektiertes Beobachten – feeling and watching)
  • Assimilierer (bevorzugen reflektiertes Beobachten und abstrakte Begriffsbildung – watching and thinking)
  • Konvergierer (bevorzugen abstrakte Begriffsbildung und aktives Experimentieren – doing and thinking)
  • Akkomodierer (bevorzugen aktives Experimentieren und konkrete Erfahrung – doing and feeling)